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Gedicht

Ach, was ist mir so...

Ach, was ist mir so…

Ich bin unrein.

Habe genug davon.

Es möchte nicht wahr sein.

Es sollte nicht so schlecht sein.

Davon würde mir gar nichts recht sein.

Nichts ist gut.

Ich bin ausgebrannt.

Habe keinen Spaß daran.

Es schmerzt mich zudem meine Hand.


Ach, was ist mir übel.

Ich bin unrein.

Habe genug davon.

Es möchte nicht wahr sein.

Da denkt sich manch einer etwas.

Das Gute habe ich verschenkt.

An irgendeinem Nagel hängt es.

Ich habe keine Lust mehr.

Habe alles aufgegeben.

Was soll ich auch mit solch einem öden Leben?


Ach, was ist mir davon so übel vorgekommen?

Ich bin unrein.

Habe schon genug davon.

Es möchte nicht wahr sein.

Momentan wird das ein Wahn sein.

Nichts ist mir noch recht gewesen.

Alles wirkt so schlecht.

Denke ich an die Leute, so wie heute,

kotze ich fast herum.

Bin ich denn dumm?


Ach, was ist mir so…

Ich bin unrein.

Habe genug davon.

Es möchte nicht wahr sein.

Alles wird schlecht.

Mir ist nichts recht gewesen.

Ich störe mich an allem. 

Ich glaube nicht, dass das wahr sein kann.

Habe selbst nichts drauf,

bin zuhauf unzufrieden,

bin bloß für mich da und abgeschieden als Solitär.


Ach, was ist mir so…

Ich bin unrein.

Habe genug davon.

Es möchte nicht wahr sein.

Aussuchen könnte ich es mir nicht.

Erwarten kann ich nur meinen Verzicht.

Bin schon wieder aufgegeben worden,

habe darum aufgehört, da zu sein.

All mein Glück scheint fast schon zerstört zu sein.


Ach, was ist mir so…

Ich bin unrein.

Habe genug davon.

Es möchte nicht wahr sein.

Was soll ich denn tun?

Ich lass es besser auf sich beruhen.

Gebe diese Sache auf.

Bin erst einmal da und verschnaufe.


Ach, was ist mir so…

Ich bin unrein.

Habe genug davon.

Es möchte nicht wahr sein.

Möchte es lassen.

Doch was soll dann wahr sein?

Da könnte ich schreien, möchte so etwas endlich auffassen.

Ich suche nach meiner Kraft,

entdecke manches, was an mir schafft.

Es ist wie ein ewiger Kampf.

Ja, wo ist denn mein Mampf?

Wo ist denn mein Futter?


Ach, was ist mir so…

Ich bin unrein.

Habe genug davon.

Es möchte nicht wahr sein.

Da suche ich einen gültigen Weg. 

Ich möchte nicht mehr so verloren sein.

Fluche, bleibe auch weiterhin allein.

Gehe trotzdem nicht fort,

will für mich keinen anderen Ort.

Habe Frust,

auf gar nichts habe ich so richtig Lust.


Ach, was ist mir so…

Ich bin unrein.

Habe genug davon.

Es möchte nicht wahr sein.

Aufwachen.

Wer außer mir kann das für mich tun?

Was mache ich denn?

Was ist mit mir los?

Ist alles für mich schlecht?

Ist alles unrecht?

Klar wird mir das.

Es wirkt sonderbar nach.


Ach, was ist mir so…

Ich bin unrein.

Habe genug davon.

Es möchte nicht wahr sein.

Da gebe ich es auf.

Habe doch zuhauf solche Gedanken an mir getragen,

Schuld bin nur ich an meinem Schaden.

Verloren scheint da mein Wesen zu sein.

Das Schicksal hat mich wohl auserkoren.


Ach, was ist mir so…

Ich bin unrein.

Habe genug davon.

Es möchte nicht wahr sein.

Da könnte ich gerade so kotzen,

da könnte ich gerade so schreien.

Nichts würde sich dadurch bessern.

Bin trotzdem hier geblieben. Die Winde wehen.

Da suche ich nach mir selbst.

Alles Gute ist vergangen.

Übrig sind da nur Scherben.


Ach, was ist mir so…

Ich bin unrein.

Habe genug davon.

Es möchte nicht wahr sein.

Alles geht vorbei.

Ich lasse es fortziehen.

Selbst die bunten Rosen

werden einmal verblühen.

Ich suche da nach dem Grund für mein Glück.

Bleibe dennoch allein.

Es gibt kein zurück.



Gedicht

Bombenterror (abseits der Welt)

die schlacht geht los

der krieg ist nah

ich fühl

ich fühl mich sonderbar

hab sorge um dich

nicht allein nur um mich

weil ich

dich wie alles so sehr mag

bin nicht gut drauf

habe selbst das einsehen

will mich

und dich auch noch dazu richtig versteh’n

nicht gut würde das sein

was jetzt g'rad’ ist

und doch

ist das hier kein verzicht

will keinen spaß

noch gut da sein

bin ich,

bist du auch so allein?

hab manchen schmerz an mir

und das ist so schlecht

es ist doch

ja doch die wahrheit dir recht?

geb’ es nicht auf

und möchte doch auch

nicht mehr

nicht mehr als das so sehr

ohne ein sagen

ohne ein fragen

kann ich

kannst du es ertragen?

bist du wie ich

bin ich wie das

ist’s so

wird das noch mehr als was sein

geb’ nicht auf und

bin kaum noch müd’

ist’s auch dir selbst so?

ist auch der krieg

noch nicht vorbei

es ist doch

eine chance für uns zwei



Episode

Ein Weg

Getreu einer Vorgabe aus dem ‘Buch der fünf Ringe’ von Miyamoto Musashi, einem japanischen Samurai und Künstler, welcher vor vielen hundert Jahren gelebt hat und ein recht verwegenes Leben geführt haben soll, der dort dafür aber nicht minder Achtung erfahren hat, orientiere ich mich bei meinem Arbeiten an Zweien seiner Grundsätze. Diese möchte ich hier einmal kurz umreißen.

Eine Wandlung des Menschen ist der Vorgang, den sein ‘Buch der fünf Ringe’ behandelt. Das Inkrafttreten des Prozesses der Veredelung des Charakters eines Menschen wäre dabei unabdingbar. Er wird in diesem Dasein in Angriff genommen, weil er erforderlich gewesen ist.

Musashi hat in seinem Buch von den Grundlagen der Fechtkunst, beziehungsweise vom Umgang mit Waffen gesprochen. Doch diese Ausführungen werden von ihm erweitert. Er bezieht den ganzen Weg des Menschen mit ein. 

Er stellt in seinem Werk zu Anfang die unterschiedlichen Berufe und Betätigungen der Menschen einander gegenüber und setzt sie miteinander gleich. Ihm scheint es dabei auf die Einsicht eines Menschen anzukommen, dass dieser seine Aufgabe vollständig und umfassend, also in vollkommener Weise, durchführt. 

Die gleiche Wertigkeit der Tätigkeit wäre zu erreichen. Sie soll ausnahmslos für alle Berufe, sowohl für Handwerker als auch für Bauern, für Händler wie auch für Architekten gelten. Dann führt er in das Wesen des Daseins als Samurai ein. 

Die Eigenschaften eines Menschen würde man nicht bei der Wahl eines Berufes vernachlässigen. Entsprechend der persönlichen Eignung sollte der Beruf von ihm gewählt werden. Es verhält sich so, dass man bei seiner Arbeit ein gutes Ergebnis anvisiert. 

Im Gegensatz zum jetzigen Kenntnisstand von uns steht eine große Vielfalt an Tätigkeiten zur Auswahl, die alle ein gutes Vermögen des Tätigen voraussetzen. 

Man wird sich über viele Jahre hinweg sinnvoll mit einer gewollten Tätigkeit befassen müssen, ehe man sie abschließend erfüllt.



Gedicht

Herz um Herz

Lieg‘ ich auch so ganz richtig,

würde ich doch nicht recht sein.

Hat es so auch keinen Sinn mehr,

würde ich nicht gleich schlecht zu dir sein.

Wenn Du dastehst

und ich gehe,

wenn Du still stehst,

bin ich weg.

Wenn Du dastehst,

versteh’ ich.

Wenn Du mich so ansiehst,

vergeh’ ich.

Wenn ich Dich seh’

blutet mir das Herz.

Seh’ ich Dich so,

trage ich an mir manchen Schmerz.

Lieg‘ ich auch so ganz richtig,

würde ich doch nicht recht sein.

Hat es so auch keinen Sinn mehr,

würde ich nicht gleich schlecht zu dir sein.

Herz um Herz,

Blut und Schmerz.

Ich scherz’ nicht.

Es verspricht

gut zu sein.

Doch jetzt bin

ich trotzdem

ganz allein.

Wenn Du mich siehst,

bin ich da.

Wenn Du mich liebst,

seh’ ich klar.

Bist Du so wahr,

bist Du echt.

Bist Du so schön,

ist’s nicht schlecht.

Lieg‘ ich auch so ganz richtig,

würde ich doch nicht recht sein.

Hat es so auch keinen Sinn mehr,

würde ich nicht gleich schlecht zu dir sein.

Herz um Herz,

Blut und Schmerz.

Ich scherz’ nicht.

Es verspricht

gut zu sein.

Doch jetzt bin

ich trotzdem

ganz allein.

Hab’ genug und

find’s nicht gut.

Seh es nicht ein.

Es ist ein Betrug.

Hab’ keine Lieb’,

bin nicht recht.

Alles an mir

ist so schlecht.

Lieg‘ ich auch so ganz richtig,

würde ich doch nicht recht sein.

Hat es so auch keinen Sinn mehr,

würde ich nicht gleich schlecht zu dir sein.

Herz um Herz,

Blut und Schmerz.

Ich scherz’ nicht.

Es verspricht

gut zu sein.

Doch jetzt bin

ich trotzdem

ganz allein.

Vergess’ nicht wie

es doch ist.

Bin ein Mensch, doch

kein Narzisst.

Lass Dich gehen,

bist Du schon weg?

Würd' Dich gern wiederseh’n,

so ein Dreck.

Lieg‘ ich auch so ganz richtig,

würde ich doch nicht recht sein.

Hat es so auch keinen Sinn mehr,

würde ich nicht gleich schlecht zu dir sein.

Herz um Herz,

Blut und Schmerz.

Ich scherz’ nicht.

Es verspricht

gut zu sein.

Doch jetzt bin

ich trotzdem

ganz allein.

Lange ist’s schon her,

hab’ genug.

Bin trotz allem

nicht mehr gut.

Weh wird mir

da um mein Herz.

Möchte es nicht vergessen,

nicht einmal im Scherz.

Lieg‘ ich auch so ganz richtig,

würde ich doch nicht recht sein.

Hat es so auch keinen Sinn mehr,

würde ich nicht gleich schlecht zu dir sein.

Herz um Herz,

Blut und Schmerz.

Ich scherz’ nicht.

Es verspricht

gut zu sein.

Doch jetzt bin

ich trotzdem

ganz allein.



Überlegung

Im Labyrinth der eigenen Frequenzen

Der Mensch ist ein bedingtes und unfreies Wesen. Allein nur dann, wenn er dies einzusehen vermag, lösen sich seine Gespinste auf und es wird Morgen und es wird Tag für ihn.

So sehr ein Mensch auch sich am Faden der Ariadne festzuhalten versucht, dieser wird wahrscheinlich irgendwann einmal, vielleicht wenn man gar nicht damit gerechnet haben würde, verloren gehen oder gar zerreißen. Darauf sollte man sich besser einstellen. Das wäre wichtiger, als ohne Vorsicht und ohne Sicherheit zu leben.

Der Mensch wird dann innerhalb eines Labyrinthes bleiben müssen und es wäre so allein nur eine Frage der Zeit, bis der Minotaurus ihn dort auffinden wird. Was dieser Minotaurus dann mit dem Menschen machen wird, das weiß niemand so recht. Aber es muss schrecklich sein.

Nun wird es so gegeben sein, dass die inneren Resonanzen eines Menschen, seine Erinnerungen etwa, so etwas wie den roten Faden der Ariadne verkörpern und dem Menschen seinen Weg im Leben aufzeigen werden. Die wahre Schnur, das wahre Tau wäre somit bei uns Menschen ein verinnerlichtes.

Es wird zudem von Anbeginn der Dinge an das gleiche Tau, ja sogar dieselbe Schnur sein. Jemand, der etwas weiß, wird bei sich sein und zu bestehen wissen. Auf eine innere Bindung kommt es im Dasein als Mensch durchweg an. Dazu wird der Faden der Ariadne ein passendes Bild sein.

Doch auch solch ein Labyrinth kann bei uns verinnerlicht sein. Es würde nicht allein nur eine Verwirrung des Menschen verkörpern. Es wäre gegeben und wird so bei jedem vorkommen.

Jeder Mensch achtet auf sich. So besonnen gelte es zu sein. Da spielt sich das Leben von uns selbst ab. Das sind doch wir, um welche es dabei geht.

Da gibt es ein Ringen und Kämpfen mit den Mächten der Natur bei uns selbst. In unserem Inneren kommt das vor und tritt dort auf. Es wird unser Schicksal besiegeln, wie wir uns dazu stellen.

Aufgefädelt wie die Perlen auf einer Kette werden, da dem Mensch seine Dinge vorkommen. Der Faden der Ariadne ist gegeben, er bewahrt einen ganzen Strang von Ereignissen für uns in der richtigen Reihenfolge auf. Der Mensch kann, so er diesen wirklich bei sich im Besitz hat, die Ereignisse seines Daseins in genauer Abfolge bestimmen.



Gedicht

Kuntergrau und dunkelbunt

Kuntergrau und dunkelbunt

ist das, was mich ausmacht.

Mein Herzchen ist wohl sehr gesund,

weil’s trotzdem mir noch lacht.

Würden diese Tage auch nicht fein

und vieles schwer zu richten sein,

es ist wie das. So soll’s wohl vorkommen, 

bin wie benommen. 

Ich möchte alles lassen.

Manchmal wehre ich mich sogar.

Lasse es sein, möchte nicht allein

dafür da sein, allein nur gut zu allem und jedem zu sein.

Es sollte gar nichts anders sein.



Gedicht

Salz in der Suppe

Das Salz in der Suppe

ist wie die Tränen im Auge.

Dem einen reicht ein Körnchen,

um es zu schmecken,

dem anderen würden zwei Pfund nicht ausreichen,

um es zu sehen.

Das Salz in der Suppe

ist wie der Schmerz am Herz.

Wird sie da ausgelöffelt,

wird ein Teller bald leer sein.

Doch Nachschöpfen kann man immer noch mehr.

Ist der Topf aber dann leer, wird es erst richtig schwer.

Das Salz in der Suppe

ist wie der Verstand an der Hand.

Grob und doch fein aufgelöst,

spürbar, merklich und auch offen.

Würde man ihn nicht erkennen,

wäre man niemals betroffen.

Das Salz in der Suppe

ist das Gewissen der Erde,

auf dass für die Menschen

das Gute wahr werde.

Es heilt und es stillt unseren Hunger.

Doch niemals stillt es unseren Kummer.

Jener Kummer über das Leben und das, was wird.

Niemals ist genug Salz auf dieser Erde,

niemals genug davon in unserem Mund.

Salz ist ein Gift

und doch zuweilen gesund.



Gedicht

Sicherheit

Die Tür, zu der ich reingehe,

durch die gehe ich auch raus.

Möchte das Leben auch schön sein,

so geht es aus.

Die Welt, in der ich lebe,

aus der werde ich auch scheiden.

Möchte mich das traurig machen,

ich würde nicht dagegen streiten.

Die Menschen, die ich kenne,

die möchte ich nicht vergessen.

Was derweil mit mir geschieht,

liegt in deren Ermessen.

Das Licht zaubert einen Glanz

auf alle Dinge dieser Erde.

Manches macht da einen Tanz.

Alles, was ist, das werde.

Ein Wandel dieser Dinge,

der findet auf ewig statt.

Ich lebe, lache und singe.

Das steht hier geschrieben auf diesem Blatt.

Mancher Kummer kommt auch vor.

So ergibt sich dieser Lauf.

Hauptsache ich finde wieder zum Tor,

komme aus der Gosse raus.

Das Unglück dieses Lebens

besteht nicht allein für mich.

Manchmal erwähnt man es vergebens.

Mancher findet das widerlich.

Und doch gäbe es zu diesem Steg

nicht sehr viel zu sagen.

Man kommt doch nur darüber,

wenn einen die Füße tragen.



Mathias Schneider, Offenburg, am 14.07.2019



Gedicht

Gesundheit

Man muss erst einmal krank geworden sein,

um es in Erfahrung bringen zu können,

was uns die Gesundheit bedeutet.

Lapidar wird das Spiel des Menschen sein,

solange es ohne eine solche Bedeutung ist.

Erst dann, wenn wir es wegzustecken gelernt haben,

wissen wir um unseren Schaden.

Erst dann, wenn wir die Gesundheit missen,

geht es uns so richtig beschissen.

Dann kommt es darauf an, was man kann.

Was man kann, das kann man dann wirklich.

Es lauern auf unseren Wegen viele Gefahren.

Deine Krankheit wird sie dir offenbaren.

Du wirst es sehen, welch ein Dreck

das ist, der uns den Verrecker bringt.

Derweil am Ast des Baumes eine Amsel singt,

und tut und macht, als ob sie lacht.

Dabei wird das ihre Bühne sein.

Sie macht das für Dich, ist das nicht fein.

Lass doch endlich dieses Drangsalieren sein.

Was willst Du selbst mit dem Anspruch,

alles so wie jeder zu machen?

Warum lässt Du das nicht einfach bleiben?

Es kommt gewiss nach einem Tag eine Nacht.

Wir sollten uns im Leben nicht aufreiben.

Man findet zum Frieden und auch zur Ruhe.

Alles andere wird ein Getue sein.

Das ist doch alles nur ein Gemache.

Mensch, sei wir die Amsel, lache.

Sei das, was Du selbst bist.

Trist wird da das eigene Leben,

wenn man sich nicht verbessern könnte.

Man mache sich es nicht zu schwer,

dann geht es wieder, bitte sehr.

Unsere Gesundheit ist unser Pfand.

Wir geben sie auch einmal wieder ab.

Was dann kommt, das ist manchem halt noch unbekannt.

Da winkt doch schon das Grab.

Ohne Verdruss mache man sich daran,

zu erreichen, was niemals gänzlich erreicht werden kann.



Mathias Schneider, Offenburg, den 17.07.2018



Gedicht

Heimkehr

Um den Kreis zu seinem Schluss zu bringen,

mache ich am Ende das Gleiche wie zu Anfang.

So biege ich mein Leben gerade.

Dazu bin ich mir nicht zu schade gewesen,

nein, es gibt da manchen Tresen,

an dem man seine Zeche zahlt,

für das, was man zuvor erhalten hat.

So schreibe ich es auf dieses Blatt.

So bringe ich es zu Datei und mache mich dabei

von manchem Unglück wieder frei.

Das, was nicht hat sollen sein,

will auch einmal erdacht werden.

Dazu postuliere ich manches Wort,

und gehe dann wieder fort.

Auf, nach Hause möchte ich mich wenden,

will dem Bett einen guten Moment der Ruhe schenken.

So zieht es mich zu mir,

derweil ist schon das Bier schal geworden.

Tue ein, zwei Mark dem Wirte schenken,

es soll das einmal mein Schicksal wenden.

Was mir im Leben widerfährt,

das ist kaum so verkehrt,

als dass ich es nicht begreifen würde.

Jedoch ist es des Zechers Bürde,

seine Kosten selbst zu zahlen.

Da entrichte ich dem Wirte einen Gruß

und zeige ihm meinen Überfluss

an Reichtum, Geld und obendrein

wird dieser Zoll der rechte sein.

Mensch, Dich gäbe es schließlich nicht allein.

Nein, vielmehr gönne Du auch anderen ihren Spaß.

Lass jedem, was das Seinige ist.

Da werde Dir dies eine Licht

zur Öffnung für den eigenen Gedanken,

Mensch erkenne Deine Schranken.

Was einer hat, das soll er geben,

wenn er es sich von anderen Leuten nimmt im Leben.

Was einer ist, das gelte nicht viel,

wenn er es nicht teilen möchte.

Was einer so tut, das hat nichts als Sorgen eingebracht.

Gute Nacht!

Ach Freunde, was ist diese Stunde so nahe

an dem Moment, zu dem ich es euch gänzlich offenbare.

Wie müde bin ich doch im Augenblick,

darum gehe ich jetzt wieder heim.

Ich danke euch für unser Zusammensein.

Glück auf, ihr Freunde, habt ein gutes Leben!

Jetzt möchte ich euch die Hand geben.

Drücke sie fest und lass es sein.

Was soll mich da noch mehr als das erfreuen.



Mathias Schneider, Offenburg, den 17.07.2019